Logo 11. Sächsisches Theatertreffen Chemnitz

Rahmenprogramm

„Wenn jemand spricht, wird es heller“, stellte Sigmund Freud in seinen Studien über die Angst fest und verweist damit auf einen zutiefst zwischenmenschlichen Charakter der Stimme: im Moment, in dem jemand spricht, exponiert er sich seinen Mitmenschen. Er wird angreifbar, er wird verletzbar; man könnte auch sagen, er wird durchs Sprechen in einer anderen Weise sichtbar, als nur in seiner körperlichen Präsenz anwesend.
Wir leben in einer Kultur, die weitgehend von visuellen Eindrücken geprägt scheint und wollen daher verstärkt der akustischen Erscheinung des Menschen nachgehen. Denn gerade in der Kunst hat das Spiel mit Stimme und Identität eine lange Tradition.
Die Stimme kann aber auch zu einer Waffe werden: in Zeiten, in denen sich populistische Stimmen lauthals Gehör verschaffen, wirkliche Inhalte übertönen, benutzt werden, um Ängste zu schüren oder Hass und Hetze zu propagieren. Und auch hier ist die Kunst eine entscheidende Instanz, die Stimme zu erheben und Haltung zu zeigen, um Möglichkeiten eines demokratischen Gemeinwesens auszuloten.

Wir laden alle Theaterschaffenden und Besucher*innen herzlichst ein, mit uns gemeinsam den Spuren der Stimme auf den Grund zu gehen!
Hierzu laden wir Experten und Expertinnen ein, die das Thema mit Vorträge, Workshops, Diskussionen auffächern.

Das ausführliche Rahmenprogramm zum 11. Sächsischen Theatertreffen finden Sie hier!