Logo 11. Sächsisches Theatertreffen Chemnitz

WORKSHOP Macht_Worte

Spieltag: 15. Mai 2020, 10:00
Dauer: 10:00 bis 14:00 Uhr
Spielort: Probebühne Ascota

Macht_Worte ist ein Workshop zu machtkritischer und diversitätssensibler Sprache. Sprechtheater, Stückbeschreibungen, Regieanweisungen, Einladungsschreiben, Kritiken: Sprache spielt im Theaterbetrieb als Teil der Kunstproduktion und der Verständigung darüber eine entscheidende Rolle. Will Theater der Wirklichkeit unserer pluralen Gesellschaft gerecht werden, muss auch die verwendete Sprache diverse Sprechweisen widerspiegeln, Bezeichnungspraxen (selbst-)kritisch beleuchten und offen für Veränderungen sein. Der Workshop konzentriert sich darauf, wie im eigenen (Berufs-)Alltag machtkritisch und diversitätssensibel mit Sprache umgegangen werden kann. Hierbei wird es Raum dafür geben, sowohl das eigene Sprachverhalten zu reflektieren – von welcher Position aus spreche ich und wie? – als auch an Beispielen aus der Praxis zu arbeiten. Ausgehend von Methoden und Materialien, welche an der Schnittstelle von Kunst, Bildung und Aktivismus entwickelt wurden, werden Transfermöglichkeiten für eine Auseinandersetzung mit Sprache und Macht in der eigenen Arbeit mit Menschen erprobt und diskutiert.

ANMELDUNG

Danja Erni arbeitet freiberuflich als Künstlerin und Kunstvermittlerin mit dem Schwerpunkt diskriminierungskritische Bildung in Berlin. Ihr beruflicher Hintergrund umfasst die Felder Kunst, Vermittlung und Forschung, welche sie in ihrer Praxis aufeinander bezieht und miteinander verknüpft. Vor ihrem Umzug unterrichtete sie Kunst an einem Schweizer Gymnasium und lehrte und forschte im Bereich Art Education an der Zürcher Hochschule der Künste. Seit 2014 verantwortet sie als Co-Projektleiterin die KontextSchule, eine Fortbildung für Berliner Künstler*innen und Lehrer*innen zu Fragen rund um critical diversity in Schulen. 

Nello Fragner hat Kultur- und Sozialanthropologie (Uni Wien) und Bildende Kunst (Akademie der Bildenden Künste Wien) studiert. Im Zuge des Kunststudiums war Nello Fragner auch in der Beratung für marginalisierte Kunstschaffende tätig und konzipierte eine diskriminierungssensible Projektförderung. Seit 2014 konzentriert er sich auf den Bereich politische Bildung. Ausgehend von stadtpolitischen Workshops wurden Mechanismen von Diskriminierung und Ausschluss zentrale Themen der Arbeit.
2016 bis 2018 war Nello Fragner Teil der KontextSchule, einer Weiterbildung für Künstler*innen und Lehrkräfte (UdK Berlin) und arbeitet seitdem freiberuflich mit verschiedenen Trägern und Organisationen vor allem zu Themen rund um geschlechtliche und sexuelle Vielfalt und dem Empowerment von queeren Jugendlichen und Erwachsenen.


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