Logo 11. Sächsisches Theatertreffen Chemnitz

Wer hat Angst vor Virginia Woolf

Schauspiel von Edward Albee
Deutsch von Alissa und Martin Walser

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau

Regie: Andrea Brunetti
Bühne/Kostüme: Zoltán Egyed
Dramaturgie: Dr. phil. Urs Ochsner

Es spielen: Patricia Hachtel, Paul Nörpel, Maria Weber, Tilo Werner

Spielort: Schauspielhaus Ostflügel
Spieltag: 16. Mai 2020, 17:00
Spieldauer: noch nicht bekannt
Altersempfehlung: 14+
Information: Einführung 30 min vor Vorstellungsbeginn / Nachgespräch im Anschluss

Sehr zum Unwillen von Historiker George hat seine Frau Martha den jungen Biologieprofessor Nick mitsamt seiner Verlobten Honey nach einer Party zu ihnen nach Hause eingeladen. Die Stimmung ist gereizt und in angetrunkenem Zustand beginnt das seit mehr als 20 Jahren verheiratete Paar leidenschaftlich miteinander zu streiten. Doch auch bei den unfreiwilligen Zeugen des Kampfes beginnt der Alkohol zu wirken: Bald schon wird deutlich, dass auch Nicks und Honeys Bilderbuchbeziehung eigentlich nur Fassade ist. Während Martha sich, um ihren Ehemann zu demütigen, an den jungen Mann heranmacht, beschließt George, die Lebenslüge seiner Gattin wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen zu lassen…
In seinem wohl berühmtesten Stück zeigt der US-amerikanische Dramatiker Edward Albee (1928–2016) die Verwerfungen einer Ehe auf, bei der zu lange niemand den Mut aufgebracht hat, sie zu beenden. Schon der Titel, angelehnt an den Kinderreim „Wer hat Angst vorm bösen Wolf?“, lässt das kontinuierlich sinkende Niveau der Streitenden erahnen. Marthas Flucht in eine Fantasiewelt und Georges verzweifelter Kampf gegen seine Unzulänglichkeiten stürzen den Abend in reinsten Psychoterror, dem sich auch die Gäste nicht lange zu entziehen vermögen. Albees moderner Bühnenklassiker wurde 1966 von Mike Nichols mit Elizabeth Taylor und Richard Burton verfilmt – und mit fünf Oscars ausgezeichnet.


Tickets