Logo 11. Sächsisches Theatertreffen Chemnitz
Foto: Tom Schulze
Foto: Tom Schulze
Foto: Tom Schulze

Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute

Jens Raschke

Theater der Jungen Welt Leipzig

Regie: Jürgen Zielinski
Bühne/Kostüme: Jasna Bošnjak
Musikalische Arrangements: Clemens Litschko
Dramaturgie: Jörn Kalbitz
Theaterpädagogik: Roland Bedrich

Es spielen: Anna-Lena Zühlke, Julia Sontag, Philipp Oehme, Benjamin Vinnen und Clemens Litschko (Live-Musiker)

Spielort: Schauspielhaus Hinterbühne
Spieltag: 14. Mai 2020, 11:00
Spiellänge: 1 Stunde 10 Minuten, ohne Pause
Altersempfehlung: 10+
Information: Einführung 30 min vor Vorstellungsbeginn / Nachgespräch im Anschluss

Ein kleiner Zoo mitten im Wald, eine beschauliche Oase, ein wahres Idyll. Was braucht man mehr, um glücklich zu sein. Doch an den durchorganisierten Alltag der fröhlichen Tiere muss sich der junge Bär erst gewöhnen. Im fernen Sibirien eingefangen, ist er neu in der Welt von Mama und Papa Pavian, Herr und Frau Mufflon und Murmeltiermädchen. Gewohnt an seine Freiheit schaut der Bär sehnsüchtig über den Zaun. Genau wie das Nashorn. Das war durch ständigen Trübsinn unangenehm aufgefallen. Und mit dem Bären wird es noch schlimmer, je mehr er über die gestreiften und gestiefelten Zweibeinigen auf der anderen Seite des Zauns erfährt.

Es klingt unglaublich, aber einen Zoo gab es im Konzentrationslager Buchenwald wirklich. Und in diesem spielt Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute. Aktuell ist diese Parabel über Folgen kollektiven Wegsehens das meist gespielte Kinderstück über die Zeit des Nationalsozialismus. 2014 mit dem Deutschen Kindertheaterpreis ausgezeichnet und 2016 zu den renommierten Mülheimer Theatertagen eingeladen, ist es in Zeiten verbaler Verrohung und rassistischer Anschläge ein starkes Plädoyer gegen das Vergessen und für Zivilcourage.


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