Logo 11. Sächsisches Theatertreffen Chemnitz

Auf Eis

Jugendstück über Crystal Meth von Petra Wüllenweber

Theater Plauen-Zwickau

Regie/Bühne/Kostüme: Franziska Ritter
Dramaturgie: Isabel Stahl

Es spielen: Alexander Bräutigam, Johanna Franke, Gerrit Maybaum, Sabrina Pankrath

Spielort: Schauspielhaus Ostflügel
Spieltag: 15. Mai 2020, 11:00 und 15:00 (mit Gebärdenverdolmetschung)
Spiellänge: 1 Stunde 30 Minuten, ohne Pause
Altersempfehlung: 12+
Information: Nachgespräch im Anschluss

Svenja singt in einer Band, Tom würde am liebsten als Keyboarder mit dabei sein und Lea sucht über Musik die Nähe zu Tom. Der ist jedoch mit Svenja zusammen. Zu dritt gehen sie auf Partys. Dabei wird auch schon mal die eine oder andere Droge konsumiert. Zum Spaß, damit es sich länger tanzen lässt. Doch diesmal ist etwas anders: Tom muss dringend ein Referat schreiben, zu dem er keine Lust hat; die Band, in der Svenja singt, möchte ihn nur als Ersatzkeyboarder beteiligen und die gewöhnlich von den drei konsumierten Drogen sind nicht aufzutreiben. Stattdessen erhält Tom Ice – oder anders: Crystal Meth. Kurz entschlossen probieren Lea und Tom die neue Droge aus; Svenja lehnt ab. Diese Entscheidung stellt nicht nur die Freundschaft der drei Jugendlichen hart auf die Probe, sondern zieht zudem Svenjas Bruder Bastian mit in die Sache hinein.
Ausgehend von der rasend schnellen Verbreitung der sogenannten „Volksdroge“ Crystal Meth in den vergangenen Jahren, entwirft Petra Wüllenweber in ihrem 2016 uraufgeführten Jugendstück Biografien von vier Jugendlichen, für deren Leben das Auftauchen der Droge eine dramatische Veränderung bedeutet.
Die Inszenierung in der Regie von Franziska Ritter, welche sich auch für Bühne und Kostüme verantwortlich zeigt, könnte kaum aktueller sein: Laut der aktuellen Kriminalstatistik Westsachsens ist die Rauschgiftkriminalität im Raum Plauen um 30% angestiegen. Den Schwerpunkt bilden dabei nach wie vor Delikte im Zusammenhang mit Crystal Meth.
Wer Crystal Meth konsumiert, scheidet Reste davon wieder aus, die dann im Abwasser landen. Eine europaweit angelegte Studie zeigt, dass die höchsten Werte an Rückständen der Droge vor allem in Erfurt, Chemnitz und Dresden zu finden sind.


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