Logo 11. Sächsisches Theatertreffen Chemnitz
Foto: Marco Prill
Foto: Marco Prill
Foto: Marco Prill
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Antigone

Sophokles
Nachdichtung von Walter Jens

tjg. theater junge generation

Regie: Nils Zapfe
Bühne/Kostüme: Nicole Marianna Wytyczak
Musik: Jan Preißler
Dramaturgie: Ulrike Leßmann
Theaterpädagogik: Sophia Keil

Es spielen: Paul Oldenburg, Ulrike Sperberg, Moritz Stephan, Ulrich Wenzke, Lola Mercedes Wittstamm

Spielort: Schauspielhaus Hinterbühne
Spieltag: 15. Mai 2020, 18:00
Spieldauer: 1 Stunde 15 Minuten, ohne Pause
Altersempfehlung: 14+
Information: Nachgespräch im Anschluss

Die Dinge stehen nicht gut in Theben. Die Stadt ist vom Krieg zermürbt, die Herrschaftsdynastie durch Erbstreitigkeiten zerrüttet, die Stadtgesellschaft erschüttert. In dieser Situation versucht Kreon, der neue Herrscher der Stadt, eine Neuausrichtung des politischen Systems. Statt familiendynastische Erwägungen oder archaischem Götterglauben, die die Stadt in Kriege und Katastrophen gestürzt hatten, sollen fortan Transparenz und Ratio das politische Handeln bestimmen. Seine Nichte Antigone, die ihren Bruder trotz anderslautendem Gesetz begraben will, stellt Kreons neue Prinzipien erstmals radikal in Frage. Im Aushandeln der beiden nicht zu vereinbarenden Positionen seziert die Inszenierung die Schnittstelle zwischen gesellschaftlichen und persönlichen Interessen. Sie hinterfragt, wie die politische Ausrichtung einer Gesellschaft heute demokratisch diskutiert werden kann und welche Rolle die Medien dabei spielen. Denn die Argumentationen aller Beteiligten zielen weniger darauf, den jeweils anderen zu überzeugen, als vielmehr der eigenen Haltung im öffentlichen Raum und politischen Diskurs Geltung zu verschaffen. Welchen Druck erzeugt der digitale Echoraum auf die politisch Handelnden einerseits und wie viel Freiheit schafft er andererseits?


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