Nipplejesus

Monolog von Nick Hornby ¬ Deutsch von Clara Drechsler und Harald Hellmann
Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz
Mittwoch¬ 11. Mai 2022 ¬ 17.00 Uhr
Kleine Bühne Plauen
Regie Benjamin Junghans Bühne/Kostüme Martin Scherm Dramaturgie Silvia Giese Mit Vladislav Weis

Spieldauer 1h ohne Pause

Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung

 

Der Türsteher Dave hat als Rausschmeißer in einer Bar gutes Geld verdient. Als er aber eines Tages, oder besser gesagt, eines Nachts von einem aggressiven Gast angegriffen wurde, bestand Daves Frau darauf, dass er sich einen neuen Job sucht. Jetzt ist er also im Museum; im Kunst-Museum. Gleich am ersten Arbeitstag führt man ihn zu einem Bild, das er bewachen soll. Dave gefällt das Bild. Zumindest so lange, bis er es aus der Nähe betrachtet.
„Ist das Kunst oder kann das weg?“ Diese Frage, zum ersten Mal so konkret gestellt, nachdem eine übereifrige Reinigungskraft Joseph Beuys‘ Kunstwerk Die Fettecke kurzerhand weggeputzt hatte, ist so alt, wie die Kunst selbst. Aber Künstler*innen schert es von jeher wenig, was selbsternannte Expert*innen als Kunst legitimieren, und was nicht. Doch wenn ein Kunstwerk bewacht werden muss, damit es nicht dem Zorn und der Zerstörungswut der Museumsbesucher*innen anheim fällt? Überlagert dann die Provokation jeden künstlerischen Anspruch? Oder demaskiert das vermeintlich Provokante lediglich falsch verstandene Orthodoxien?
Nick Hornby – britischer Kultautor, Drehbuchautor und einer der bekanntesten Vertreter der Popliteratur – setzt sich in NippleJesus mit dem Verhältnis von Kunst und Provokation auf seine ganz eigene Weise auseinander. Und das bedeutet bei ihm vor allem: Es darf gelacht werden!