Biografie: Ein Spiel

Tragikomödie von Max Frisch
Städtische Theater Chemnitz
Sonntag ¬ 15. Mai 2022 ¬ 18:00 Uhr
Gewandhaus Zwickau
Regie Kathrin Brune Bühne/Kostüme Pia Wessels Dramaturgie René Schmidt Mit Andreas Manz Kozár, Andrea Zwicky, Magda Decker, Christian Ruth

 

Spieldauer 2h 30min mit Pause

 

„Ich weigere mich zu glauben, dass unsere Biografie, meine oder ihre oder irgendeine, nicht anders ausgehen könnte. Vollkommen anders.“ Professor Hannes Kürmann, Ende Vierzig und allseits geschätzter Verhaltensforscher, führt eine ziemlich zehrende Ehe mit Antoinette, seiner zweiten Frau. Er hatte sie vor sieben Jahren nach einer Party kennengelernt. Und was als ziemlich verklemmtes Gespräch begann, entwickelte sich über schöne Umwege zu einer verletzenden Beziehung. Aber jetzt – in einem todernsten Spiel – hat Kürmann die Möglichkeit, sein Leben zu ändern, denn er darf es mit aller Erfahrung noch einmal durchspielen und korrigieren, wann immer er möchte. Und weil Kürmann der Meinung ist, dass sich der Mensch frei entfalten kann und die tatsächlich gelebte Biografie nur eine unter vielen möglichen ist, erscheint ihm diese Herausforderung als eine leichte. Also ruft er verschiedene Lebenssituationen auf, deren Verlauf er ändern möchte. Wider Erwarten gerät er in Bedrängnis. Verhaftet im alten Leben, kann er weder loslassen, noch sich wirklich auf etwas Neues einlassen. Am Ende ist es seine Frau Antoinette, die für eine wirkliche Überraschung sorgt.

Die ironischen Brechungen von Max Frischs (1911-1991) Versuchsanordnung offenbaren ein schmerzhaftes, manchmal aber auch lustvolles Denken und Fühlen des Protagonisten zwischen Macht und Ohnmacht, zwischen Freiheit und Befangenheit.

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