TJG. THEATER JUNGE GENERATION DRESDEN – LEON UND LEONIE

LEON UND LEONIE
Foto: Klaus Gigga

LEON UND LEONIE

von Thilo Reffert

Leonie: Wir waren immer zusammen. Sogar krank waren wir zusammen. 
Leon: Nur in die Schule durften wir nicht zusammen. 
Leonie: Die Frau hat es Mama und Papa erklärt, die haben ganz viel genickt. Ich habe auch genickt aber nicht so viel, denn verstanden habe ich gar nichts. 

Leon und Leonie sind Zwillinge, und bisher haben sie immer alles gemeinsam gemacht. Das soll nun anders werden! Denn jetzt kommt Leon in die Schule, und Leonie wird noch ein weiteres Jahr in den Kindergarten gehen. Sie ist noch nicht so weit, finden die Eltern und die Schulärztin. Da ist Leonie anderer Meinung! Als alles betteln nichts nützt, nimmt sie die Sache selbst in die Hand und entwickelt einen raffinierten Plan, um doch noch in die Schule gehen zu können.

Als temporeiche Verwechslungskomödie über den Sprung ins Schulleben wird die Geschichte der beiden Zwillinge erzählt, die die Entscheidung ihrer Eltern, Leon in die Schule zu schicken, während Leonie noch ein Jahr in den Kindergarten gehen wird, nicht verstehen. Die Inszenierung Jan Gehlers bezieht in diesem Konflikt keine Stellung und fällt kein Urteil darüber, ob die Eltern die richtige Entscheidung getroffen haben. Sie nimmt vielmehr deutlich die Perspektive der Kinder ein, denen alle abstrakten  Kategorien wie „Kann-Kind“, „Therapiebedarf“ oder „Entwicklungsstand“ fremd bleiben. Für den Regisseur Jan Gehler ist „Leon und Leonie“ eine Erstbegegnung mit Kindertheater.

Regie: Jan Gehler
Bühne/Kostüme: Grit Dora von Zeschau
Mit: Marc Simon Delfs, Sara Klapp, Julian Trostorf, Susan Weilandt, Moritz Stephan
Dauer: 1.05 h


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