Theater öffnen Welten – Experimentierfeld Bühne

22.5.16 | 11:00 | Haupthaus | Probebühne | Eintritt ist frei


Theater öffnen Welten – Experimentierfeld Bühne


 

Podiumsdiskussion von MDR KULTUR, gemeinsam mit dem Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen

Der Mensch hat eine einzigartige Fähigkeit, seine Vorstellungskraft! Dank ihrer kann er sich in Situationen, Gefühle und Gedanken versetzen, Handlungsmöglichkeiten durchspielen bevor er sich ihnen tatsächlich aussetzt – und das gefahrlos. Das Theater nun macht sich diese Fähigkeit zu eigen. Es führt die Gedankenspiele in einem Modus des „Als ob“ tatsächlich aus, setzt sie auf der Bühne um.

Seit der Antike ist das Theater deshalb ein Raum, in dem gesellschaftliche Probleme angesprochen und Handlungsmöglichkeiten ausprobiert werden. Jede Theatervorstellung stellt eine neue Situation, ein neues Gedankenspiel vor und lässt uns damit unbekannte Gefühle erleben, im besten Falle zu besseren Haltungen und hilfreichen Erkenntnissen, vielleicht sogar zu Problemlösungen finden. Es öffnet mit lebendigen Geschichten andere Welten, und damit Geist und Gefühl des Menschen.

Kann oder müsste nicht vielmehr dem Theater als Ort der kollektiv erlebbaren Vorstellungskraft, dem Theater als soziales und emotionales Experimentierfeld, als Schule der Empathie und Reflexion, als Begegnungsort mit dem Fremden eine entscheidendere Rolle bei den gesellschaftlichen Aufgaben der Integration und interkulturellen Verständigung zukommen?

Über die Möglichkeiten und Chancen, die die (sächsischen) Theater in den aktuellen Debatten schon bieten oder bieten sollten, sowie über erste Erfahrungen mit Projekten zum Thema Flucht/Asyl/Integration diskutieren:

Miriam Tscholl, Leiterin der Bürgerbühne am Staatsschauspiel Dresden

Dr. Eva-Maria Stange, Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst im Freistaat Sachsen

Prof. Günther Heeg, geschäftsführender Direktor des Instituts für Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig

Lutz Hillmann, Intendant des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen

Moderation: Stefan Petraschewsky, Theaterredakteur MDR KULTUR

 

 

Logo_MDR KULTUR