GERHART-HAUPTMANN-THEATER GÖRLITZ-ZITTAU – DER OBDACHLOSE MOND


Foto: Pawel Sosnowski

DER OBDACHLOSE MOND

Eine Farce von Christoph Klimke / Uraufführung

„Hier, mein Hemd ist übrigens ganz neu. Aus Indien. Drei Euro. Schick, was?“

Helga, Karl und Lars Ole sitzen in ihrer kleinen Welt: Helgas Tante-Emma-Laden. Sie sind beunruhigt. Denn bald schon sollen 31 Flüchtlinge in ihrem Dorf angesiedelt werden. Da wittern die drei natürlich Probleme. Klischees und Vorurteile bestimmen ihre bizarren Vorstellungen und schüren Ängste, die in den teils absurden Gesprächen ihren Ausdruck finden. 

Mit reichlich schwarzem Humor wurde »Der obdachlose Mond« von Christoph Klimke für das GHT Zittau geschrieben. Klimke verfasst neben Theaterstücken auch Erzählungen, Essays, Gedichte und Opernlibretti. Mehrfach verfasste er für Tanzproduktionen von Johann Kresnik die Libretti, zuletzt für die Produktion »Die 120 Tage von Sodom«, die an der Volksbühne Berlin uraufgeführt wurde. Klimke wurde u. a. mit dem Ernst-Barlach-Preis für Literatur ausgezeichnet.

„Wer hat denn dein Hemd in Indien genäht? Rede nicht so geschwollen. Meinst du, die indischen Frauen und Kinder überlegen bei der Arbeit, wie sie hierher kommen und dir deinen 58 Zoll Smart TV abzocken können? Die haben nix und sind doch irgendwie zufrieden und bleiben da, wo sie sind.“

Regie: Hannes Hametner
Ausstattung: Beate Voigt
Dramaturgie: Kerstin Slawek
Mit: Tilo Werner, Katinka Maché, David Thomas Pawlak
Spieldauer: 1h20

Stückeinführung – eine halbe Stunde vor Beginn werden das jeweilige Theater und Stück vorgestellt

„Nachgefragt“ – im Anschluss an die Vorstellung wird ein Publikumsgespräch mit Schauspielern, Dramaturgen und Regisseuren der jeweiligen Produktion angeboten. Moderation: Dr. Karl-Hans Möller, Geschäftsführer des Landesverbandes Sachsen im Deutschen Bühnenverein a.D.


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